Die besten Reiseziele der Welt: UNESCO Weltkulturerbe

Die UNESCO World Heritage Liste: Erbstätten der Weltkultur

Der Titel „Welterbe“ (World Heritage / Patrimoine Mondial) wird seit 1972 von der UNESCO an Kultur- und Naturstätten verliehen, die sich besonders durch Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität auszeichnen und dadurch weltweite Bedeutung erlangen. Die Stätten werden dabei von den Staaten, in denen sie liegen, vorgeschlagen und von einer speziellen Kommission ausgewählt. Auf dem Stand von Juni 2014 umfasst die Liste insgesamt 1007 Denkmäler in 161 Ländern – ein ganz schön dicker Katalog! Ziel des Titels „Welterbe“ ist es, den ausgewählten Stätten besonderen Schutz und Unterstützung zur Erhaltung zukommen zu lassen.

Die 20 beeindruckendsten Weltkulturerbe-Stätten zum Nachreisen

Angkor (Kambodscha)

Die majestätischen Tempelanlagen des Angkor Wat sind nur 20 Minuten mit einem Tuk-Tuk von Siem Reap entfernt. Die meisten Besucher kommen zwischen November und Februar, wenn das Wetter für europäische Touristen am angenehmsten ist – relativ trocken und für kambodschanische Verhältnisse kühl mit 25 – 30° C.

Um das Beste aus dem Besuch des Tempelkomplexes mitzunehmen, ist ein erfahrener Touristenführer wichtig. Hier lohnt es sich, sich bereits vorher zu informieren: Manche Hotels bieten Guides an, die das Tempelgelände wie ihre Westentasche kennen und eine individuelle Tour veranstalten – mit viel Respekt für die uralten Bauten und ihre Geschichte.

Die Akropolis (Griechenland)

Die berühmteste Stadtfestung der Welt thront als „Oberstadt“ über der griechischen Hauptstadt Athen. Wer keine geplante Tour zur Akropolis mitmachen will, kann auch von Athen aus hinlaufen – je nach Wetter aber eine echte Herausforderung! Der Eingang des Dionysos Theater ist etwas für Sportliche – wer es etwas entspannter angehen will, nimmt lieber den Weg entlang der Adrianou Straße zum Hintereingang.

Bagan (Myanmar)

Bagan ist noch kein endgültiges Weltkulturerbe – aber es ist trotzdem so wunderschön, dass es auf keiner Liste fehlen sollte. Mehr als 2.000 heilige Städte erwarten dich in der historischen Königsstadt. Aufgrund seiner weltpolitischen Abgeschiedenheit während der letzten Jahrzehnte bietet Myanmar außerdem nach wie vor ein unverfälschtes Erlebnis für Backpacker.
Bagan befindet sich im Westen Myanmars und ist mit Flügen, Bussen oder Zügen aus Yangon erreichbar. Entlang des Irawaddy Flusses erstecken sich wie verzaubert wirkende Ruinen aus dem 10. Jahrhundert.
Wer sich Zeit nehmen will für die Erkundung der Stadt, kann in den umliegenden Dörfern übernachten; auch Touren werden angeboten.

Die Galapagosinseln (Ecuador)

Dieses Paradies von Flora und Fauna faszinierte bereits Charles Darwin. Die Inseln liegen fast 1.000 Kilometer vom Festland Ecuadors entfernt, dementsprechend sind sie nur mit dem Flugzeug aus Quito oder Guayaquil zu erreichen.
Und wie kommt man um eine Insel herum? Logisch – mit dem Boot. Es gibt Mehrtagesfahrten, mit denen sich die Inseln am besten erkunden lassen. Eine der besten ist hier die „Galapagosexpedition“ des National Geographic.

Göreme Nationalpark und Felsstätten von Kappadozien (Türkei)

Die Tuffgestein-Fehlsen von Kappadokien sind mit einer Vielzahl von kunstvollen Höhlen durchzogen, die sich ehrfurchtsgebietend aus dem Fels erheben. Das Weltkulturerbe liegt mitten in Anatolien und ist daher etwas weiter von den meisten „typischen“ Touristenorten entfernt, aber gut für den Tourismus erschlossen. Man erreicht es am besten mit dem Flugzeug aus Istanbul. Für eine mehrtägige Fels-„Experience“ kann man in einem der in den Fels gehauenen Hotels übernachten.

Das Great Barrier Reef (Australien)

Das größte Korallenriff der Erde ist ein besonders fragiles Natur-Schmuckstück. Von Häfen in Queensland, vor allem Cairns und Port Douglas, werden Tagesausflüge zum Riff angeboten. Wer mehr Zeit dort verbringen will, für den bietet sich ein Flug auf eine der größeren Inseln im Riff an.

Hampi (Indien)

Die uralte religiöse Stätte Hampi erreicht man entweder mit dem Bus, am Besten aus Goa, oder mit dem Zug aus Chennai, Mumbai, Bangalore, Delhi oder Kolkata. Der Zug fährt ins nächstgelegene Hospet, von da geht’s mit dem Taxi weiter. (der Fußweg von über 20 km ist nicht empfehlenswert – es ist heiß und staubig!) In Hampi lassen sich gut ein paar Tage verbringen, es gibt eine Vielzahl an Guesthouses für jede Preisklasse. Es werden Touren angeboten, aber eigentlich ist es lohnender, die weitläufigen Anlagen zu Fuß und im eigenen Tempo zu erkunden. Da Hampi nach wie vor eine bedeutende spirituelle Stätte ist, gibt es in der Stadt weder Fleisch noch Alkohol.

Iguazú Nationalpark (Brasilien und Argentinien)

Über 250 Wasserfälle und weitgestreckte tropische Regenwälder hat der Iguazú-Nationalpark zu bieten. Der Nationalpark ist noch relativ wenig erschlossen, aber dafür auch weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben. Mit dem Bus dauert es eine halbe Stunde entweder vom brasilianischen Foz do Iguacu oder vom argentinischen Puerto Iguazu. Eine Brücke, die sich etwas unterhalb der majestätischen Wasserfälle erstreckt, verbindet beide Länder.

Los Glaciares Nationalpark (Argentinien)

Gletscher mitten in Argentinien? Im „Los Glaciares“ Nationalpark können trekkingfreudige Touristen gleich mehrere Gletscher entdecken. Etwas abgelegen im Süden Argetiniens, bleibt man am besten in der Stadt El Calafate, die sich am nächsten zum Parkeingang befindet (erreichbar per Bus oder Flug aus Buenos Aires). Von dort aus kann man den Nationalpark erkunden.

Machu Picchu (Peru)

Die Inka-Bergfestung Macchu Picchu kann man mit einer mehrtägigen Wandertour erreichen, oder auf eigene Faust mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes reisen. Wer sich dem gewachsen fühlt, kann die steilen Stufen zum Machu Picchu erklimmen oder aber den Bus nach oben nehmen. Früh aufstehen lohnt sich! Nur die ersten 400 Besucher des Tages bekommen auch Zutritt zum Wayna Picchu, einem gesonderten Komplex von Ruinen, der über dem Hauptkomplex thront. Es gibt auch verschiedene Tourmöglichkeiten.

Mont Saint-Michel (Frankreich)

Die kleine Insel Mon Saint-Michel wird gekrönt von der gleichnamigen Abtei in schroffem normannischen Stil. Diese Weltkulturerbestätte ist bequem mit dem Bus oder eine gesonderten Tour von Rennes oder St. Malo aus zu erreichen. Wer sich mehr Zeit dafür nehmen will, kann aber auch in einem der kleinen Hotels vor Ort übernachten.

Petra (Jordanien)

Petra war in der Antike eine Hauptstadt, die noch heute durch ihre in Felß gemeißelten Grabtempel fasziniert. Nach Petra kommt man einfach mit dem Bus oder einer Tour aus der jordanischen Hauptstadt Amman oder der Hafenstadt Aqaba. Auch Reisende aus Ägypten oder Israel (Eilat) können auf Touren zu dieser Stätte zurückgreifen. Einen längeren Aufenthalt plant man am besten von Wadi Musa, einem Nachbarort von Petra, aus.

Die Pyramiden von Gizeh (Ägypten)

Die Pyramiden von Gizeh, einige der ältesten Bauwerke weltweit, liegen nur 25 Kilometer südwestlich von Kairo, und sind deshalb bequem mit einer Tagestour von der Hauptstadt aus zu erreichen. Wer sich früh genug aufmacht, kann den Sonnenaufgang und den sich aufklarenden Himmel über den Pyramiden genießen und hat außerdem die meiste Ruhe vor den Massen an Touristen und Händlern.

Rapa Nui (Chile)

Die majestätischen Riesenstatuen, die Moai, auf der Osterinsel umweht auch immer ein Hauch Tragik, denn die Statuen waren schlussendlich der Grund für den Untergang der Inselbevölkerung. Die Osterinseln sind am besten von Santiago de Chile per Flug erreichbar.

Serengeti Nationalpark (Tansania)

Ein Paradies für Safari-Abenteurer. Mit dem Flugzeug aus Nairobi oder Kilimanjaro erreicht man den Nationalpark problemlos. Mit Ausnahme der Regenzeiten im Oktober bzw. November und im März bzw. April eignet sich der Nationalpark ganzjährig für Besuche.

Sigiriya (Sri Lanka)

Sigiriya ist ein riesiger Fels, auf welchem eine Schutzfestung errichtet wurde, die auch heute noch entdeckt werden kann. Von Kandy aus sind es nur zwei bis drei Stunden mit einem örtlichen Bus bis nach Sigiriya – und unterwegs bietet sich ein Zwischenstop in der Felsentempel-Anlage von Dambulla an. Von Kandy aus gibt es auch die Möglichkeit, eine Tour oder einen persönlichen Fahrer zu buchen. Mit etwas Glück eine lohnenswerte Erfahrung!

Tulum (Mexiko)

Die Maya-Tempel von Tulum liegen direkt am Meer. Nur wenige Minuten von Tulum (Yucatan Halbinsel), 60 km von Playa del Carmen und ca. 120 km von Cancún entfernt, sind die Ruinen von Tulum leicht zugänglich und definitiv eine Reise wert.

Valletta (Malta)

Die Hauptstadt von Malta ist in ihrer Gesamtheit als Monument in die UNESCO-Welterbe-Liste eingetrage. Sie ist von Europa aus ganz einfach per Flug zu erreichen. Wer neben den Stränden der Insel auch etwas Kultur genießen will, für den ist Valletta ein ideales Ziel.

Venedig (Italien)

Venedig, und hier insbesonders die Lagunen der Wasserstadt bieten, atemberaubende Anblicke und inspirieren schon seit Jahrhunderten Künstler und Gelehrte. Venedig ist sowohl mit dem Flugzeug (Marco Polo und Treviso Flughafen) als auch mit dem Zug erreichbar.

Der Yellowstone Nationalpark (USA)

Der Nationalpark zeichnet sich nicht nur durch die Bevölkerung von Wildtieren, sondern auch durch geothermale Quellen aus. Da der Nationalpark noch etwas 100 Kilometer vom nächsten größeren Flughafen, Jackson Hole in Wyoming, entfernt liegt, bietet es sich am ehesten an, mit dem Mietwagen zum Nationalpark zu fahren. So kann man sich auch für einen der fünf Zugänge entscheiden und den Nationalpark im eigenen Tempo entdecken.

Backpacking und Verantwortung: Nachhaltig reisen

Die Auszeichnung zum UNESCO-Weltkulturerbe hat zwei Seiten: Einerseits bedeutet die Auszeichnung Schutz für herausragende Kulturgüter und Naturdenkmäler, andererseits werden diese dadurch zu Touristenmagneten, was ihren Erhalt bedrohen kann. Die Verantwortung zur Pflege und zum Erhalt der Monumente liegt dabei in erster Linie bei der Landesregierung – und bei den Touristen, die diese Stätten bereisen. Was kann jeder Einzelne zum „sanften Tourismus“ beitragen? Vor allem: Die Sehenswürdigkeit nicht nur als Punkt auf der einer Liste zum Abhaken sehen, sondern als ganzheitliches Erlebnis, für das man sich Zeit nehmen sollte. Auch kann man bei der Wahl der Touren auf Veranstalter achten, die eng mit der Bevölkerung zusammen arbeiten und ein nachhaltiges Konzept pflegen. Dass man keinen Müll herumliegen lässt und versucht, den eigenen CO2-Verbrauch in Grenzen zu halten, ist beinahe selbstverständlich. Aber auch, wer sich selbst mit wiederverwendbaren und nachhaltig produzierten Reise-Accessoires ausstattet, wie man sie bei Reise-Shops wie Vamadu findet, trägt zum umweltfreundlichen Reisen bei.

Tipps zum Besuch eines Weltkulturerbes

  • CO2-arm reisen: Laufen, Fahrradrikschas, Bahn oder wenigstens Sammeltaxis
  • Keinen Müll verursachen
  • Nachhaltige Tour-Unternehmen buchen
  • Respekt gegenüber dem Denkmal zeigen
  • Je näher, desto besser: Auch Deutschland hat Weltkulturerbe
  • Zeit zum Entdecken nehmen – „Slow Travel“
  • Lieber nah an der Bevölkerung statt „All Inclusive“
  • Einheimische Kultur genießen
  • Aktivitäten an die Umweltbedingungen anpassen

Nachhaltig geht anders: 2 Jahre, (fast) alle „World Heritage Sites“, 1 Million Pfund

Dass es auch anders geht, beweist ein Beispiel des Luxus-Unternehmens „Veryfirstto“ in Zusammenarbeit mit einem Luxus-Reisebüro: Für über 1 Million Euro (990.000 Pfund) standen 962 Weltkulturerbe-Stätten auf dem Programm, verteilt über einen Zeitraum von 730 Tagen. Klingt nach einer Tour de Force! Standesgemäß übernachteten die Gäste dieser Reise natürlich nur in 4*-Hotels, eine 5.000-Pfund-Spende an die UNESCO war mit inbegriffen – immerhin. Eine solche Reise hat mit Nachhaltigkeit natürlich nicht viel zu tun und war wahrscheinlich eher ein PR-Trick als ein ernstzunehmendes Angebot. Ob irgendjemand die Reise tatsächlich gebucht hat, ist jedenfalls unklar. Wahrscheinlich macht es auch deutlich mehr Spaß, Ruinen, Nationalparks und Altstädte mit Rucksack bepackt selbst zu entdecken: Denn mit der Unterstützung von Reiseprofis wie auf Vamadu.de ist man Herr (oder Herrin) über das eigene Abenteuer!

Mit 20 World Heritage Sites auf Reisen